Personenzentriertes und ICF-gestütztes Teilhabemanagement
Ein Praxisbeispiel des Berufsbildungswerks (BBW) Josefsheim Bigge
Der Übergang von der Schulzeit in den Beruf stellt für alle Jugendlichen einen bedeutenden Lebensabschnitt dar und ist stets verbunden mit Veränderungen, Herausforderungen und neuen Erfahrungen. An Jugendliche mit einer Behinderung stellt dieser Umbruch besondere Anforderungen, da die tradierten Modelle der beruflichen Qualifikation auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt für diesen Personenkreis oftmals nicht passend sind.
Neben den allgemeinen Herausforderungen der Adoleszenz in praktischer wie persönlichkeitsbildender Hinsicht setzt die tradierte Ausgestaltung der Lehr-Lern-Situation eine Interessensleitung sowie ein abschließendes interpersonales Verständnis der eigenen Lernbedingungen voraus. Zum Ende der Schulzeit ergeben sich daraus in Abhängigkeit von der Behinderung zwei differenzierte Handlungsstränge, die schlussendlich jedoch in die gleiche praktische Ausgestaltung der weiteren beruflichen Karriereplanung führen.
Ist keiner der beiden Aspekte vorhanden, sind diese vorrangig auszubilden. Sind beide Aspekte vorhanden, kollidiert in den meisten Fällen der Anspruch mit der Wirklichkeit. Das heißt, dass das Regelsystem der beruflichen Ausbildung nicht die Rahmenbedingungen für eine passgenaue Qualifizierung bieten kann. Bei beiden Strängen sind zusätzliche Unterstützungen erforderlich, um die berufliche Qualifizierung zu ermöglichen.