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Angaben zum Praxisbeispiel

Gestaltung eines Arbeitsplatzes für einen armbehinderten Orthopädieschuhmacher

Arbeitgeber:

Der schwerbehinderte Mann ist selbständig und betreibt einen Orthopädieschuhmacherbetrieb.

Behinderung und Funktionseinschränkung:

Der linke Arm des Mannes ist seit einem privaten Unfall gelähmt. Behinderungsbedingt ist der Greifraum sowie das Halten und Tragen von Lasten eingeschränkt.

Ausbildung und Beruf:

Der Mann absolvierte noch vor seinem Unfall eine Ausbildung zum Orthopädieschuhmachermeister. Er übernahm, im Anschluss an seine Ausbildung, einen Orthopädieschuhmacherbetrieb.

Arbeitsaufgabe:

Zu den Aufgaben des Orthopädieschuhmachermeisters gehören der Verkauf, die Beratung, Büroarbeiten und handwerkliche Tätigkeiten, wie zum Beispiel die Fertigung von Schuhleisten und Einlegesohlen. Die handwerklichen Tätigkeiten gehören dabei zu den Hauptaufgaben des Mannes.

Arbeitsplatz:

Damit der Mann in seinem Beruf weiter arbeiten und seinen Betrieb halten kann, müssen entsprechende Hilfsmittel zum Ausgleich der körperlichen Funktionseinschränkungen zur Fußvermessung, Fertigung von Einlegesohlen und zur Nachbearbeitung (Leisten und Einlegesohlen) eingesetzt werden.
Zum Vermessen des Fußes wurde eine Druckmessplattform bzw. ein 3D-Laser-Scanner zum fototechnischen Erfassen des kranken Fußes für die Messstation angeschafft (Bild 1). Hier wird der Fuß erfasst und im Maßstab 1:1 auf dem Monitor der PC-Messstation angezeigt. Alle Fußmaße, Druckstellen der Kraftangriffspunkte, Gewichtsverlagerungen usw. können hier erfasst und angezeigt werden. Die Betreffenden Daten werden dann in einem PC mit einer speziellen CAD-Software übertragen ( Bild 2). Die übertragenen Daten werden für die zu fertigenden Einlegesohlen oder auch Leisten so bearbeitet, dass auf dem CAD-Rechner im Büro alle erforderlichen Maße, auch unter Berücksichtigung biomechanischer Einflüsse, konstruktiv erfasst werden. Das Ergebnis wird auf den Rechner einer CNC-Fräsmaschine zur Fertigung der Einlegesohlen oder Leisten übertragen (Bild 3). Die Daten für die Leisten können auch per E-Mail zu speziellen Herstellern von Leisten gesendet werden. Die fertigen Leisten werden dann innerhalb von 1-6 Tagen vom Hersteller per Post geliefert.
Muss ein Leisten oder eine Einlegesohle am Schleifbock nachbearbeitet werden, so wird dazu eine speziell gefertigtes Werkzeugstativ mit einer pneumatisch gesteuerten Greifzange eingesetzt. Die Einlegesohle oder auch der Leisten wird durch die erwähnte Zange erfasst und mit der rechten Hand so geführt, dass eine präzise Nacharbeit durch Nachschleifen erfolgen kann.

Förderung:

Die behinderungsgerechte Gestaltung wurde von dem Integrationsamt gefördert.
In REHADAT finden Sie auch die Adresse und Tel.-Nummer der Integrationsämter.



Schlagworte und weitere Informationen

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  • EFL - Handkoordination (rechts/links) /
  • EFL - Handumwendebewegungen (rechts/links) /
  • EFL - Heben (Boden zur Taillenhöhe/Taillen- zur Kopfhöhe/horizontal) /
  • EFL - Schweregrad der Arbeit (Last/Herzfrequenz) /
  • EFL - Tragen (rechte, linke Hand/vorne) /
  • ERGOS - Dreipunktgriff /
  • ERGOS - Fingergeschicklichkeit /
  • ERGOS - Handgeschicklichkeit /
  • ERGOS - Handgreifkraft /
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  • ERGOS - aktuelle tägliche Dauerleistungsfähigkeit (Last/Herzfrequenz) /
  • ERGOS - statisches/dynamisches Heben /
  • IMBA - Arbeitszeit /
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  • IMBA - Tragen /
  • IMBA - physische Ausdauer (Last/Herz-Lungensystem) /
  • MELBA - Feinmotorik /
  • MELBA - Führungsfähigkeit


Referenznummer:

R/PB5293



Informationsstand: 10.11.2004