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Angaben zum Praxisbeispiel

Arbeitsplatzgestaltung für einen armbehinderten Produktionshelfer mit Epilepsie bei einem Waschmaschinenhersteller

Arbeitgeber:

Das Unternehmen stellt mit seinen 420 Mitarbeitern Waschmaschinen her.

Behinderung und Funktionseinschränkung des Mitarbeiters:

Der Mann hat eine Funktionseinschränkung des linken Armes und durch Epilepsie bedingte Anfälle. Die Anfälle treten nach der Einstellung auf entsprechende Medikamente (Antiepileptika) nicht mehr auf. Der GdB (Grad der Behinderung) beträgt 60. Sein Schwerbehindertenausweis enthält das Merkzeichen G.

Ausbildung und Beruf:

Der Mann besuchte eine Förderschule und hat keinen Beruf erlernt. Er arbeitet seit vielen Jahren beim Arbeitgeber.

Arbeitsplatz und Arbeitsaufgabe (Istzustand):

Der Mann arbeitet in der Lackiererei des Unternehmens. In der Lackiererei hängt er Bügel, auf denen später die zu lackierenden Bleche aufgehangen werden, an einen Kettenförderer. Seit einem Jahr setzt das Unternehmen, anstelle der einseitig beschichteten Bleche, komplett beschichtete Bleche ein, die nicht mehr nach dem Schneiden und Kanten lackiert werden müssen. Dadurch entfällt der bisherige Lackiervorgang und somit der Arbeitsplatz des Mitarbeiters.

Arbeitsplatz und Arbeitsaufgabe (Sollzustand):

Der Mitarbeiter wurde an einen anderen Arbeitsplatz versetzt. Der neue Arbeitsplatz des Mitarbeiters befindet sich im Verpackungsbereich des Unternehmens. Dort konfektioniert bzw. stellt er die Beipackteile (Betriebsanleitung, Anschlussteile usw.) für die Waschmaschinen zusammen und verpackt sie in Folienbeutel. Zum Verpacken müssen die Teile aus Papier, Kunststoff und Metall zusammengelegt werden und in Folienbeutel eingeschoben werden. Der Folienbeutel wird abschließend zugeschweißt. Das Verpacken der Beipackteile erfolgt in einer sitzenden Arbeitshaltung. Zum Verpacken der Beipackteile benötigt der Mitarbeiter eigentlich beide Hände. Bedingt durch die Funktionseinschränkung der linken Hand muss deshalb eine Verpackungsmaschine eingesetzt werden, die es dem Mitarbeiter ermöglicht die Beipackteile mit der rechten Hand zusammenzulegen. Das eigentliche Verpacken und Verschweißen muss anschließend automatisch von der Verpackungsmaschine übernommen werden.

Förderung und Mitwirkung:

Die Verpackungsmaschine wurde zu 100 % vom Integrationsamt gefördert. Die Beratung erfolgte dabei durch den Ingenieur-Fachdienst für behinderungsgerechte Arbeitsgestaltung des Integrationsamtes - dem sog. Technischen Beratungsdienst.
In REHADAT finden Sie auch die Adressen und Tel.-Nummern der Integrationsämter.



Schlagworte und weitere Informationen

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  • Teilhabe am Arbeitsleben /
  • Tragen /
  • Verpackung /
  • Verpackungsmaschine /
  • Vollzeitarbeit

  • EFL - Handkoordination (rechts/links) /
  • EFL - Handumwendebewegungen (rechts/links) /
  • EFL - Schweregrad der Arbeit (Last/Herzfrequenz) /
  • EFL - Tragen (rechte, linke Hand/vorne) /
  • ERGOS - Dreipunktgriff /
  • ERGOS - Fingergeschicklichkeit /
  • ERGOS - Handgeschicklichkeit /
  • ERGOS - Handgreifkraft /
  • ERGOS - Reichen /
  • ERGOS - Schlüsselgreifkraft /
  • ERGOS - Tragen /
  • ERGOS - aktuelle tägliche Dauerleistungsfähigkeit (Last/Herzfrequenz) /
  • IMBA - Arbeitszeit /
  • IMBA - Armbewegungen /
  • IMBA - Feinmotorik (Hand- und Fingergeschicklichkeit) /
  • IMBA - Hand-/Fingerbewegungen /
  • IMBA - Tragen /
  • IMBA - physische Ausdauer (Last/Herz-Lungensystem) /
  • MELBA - Feinmotorik


Referenznummer:

R/PB5124



Informationsstand: 26.06.2013