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Angaben zum Praxisbeispiel

Barrierefreie Gestaltung der Arbeitsumgebung für eine armamputierte Professorin

Arbeitgeber:

Der Arbeitgeber ist eine Fachhochschule für Sozialwissenschaften und Sozialpädagogik. An der Fachhochschule studieren ca. 2000 Studenten.

Behinderung und Funktionseinschränkung der Mitarbeiterin:

Der Frau wurden die Arme amputiert. Durch das Fehlen der Arme ist ihr Greifraum bzw. das Greifen, das Handhaben von Gegenständen und Betätigen von Bedienelementen eingeschränkt, da diese Tätigkeiten von ihr nur mit den Füßen ausgeführt werden können. Der GdB (Grad der Behinderung) beträgt 100. Ihr Schwerbehindertenausweis enthält die Merkzeichen G, aG, H und RF.

Beruf:

Die Frau arbeitet als Professorin der Rechtswissenschaften an einer Fachhochschule.

Arbeitsaufgabe:

An 18 Stunden in der Woche hält die Professorin Vorlesungen. In den Vorlesungen vermittelt sie den Studenten die rechtlichen Inhalte ihres Studienfaches. Den Rest der wöchentlichen Arbeitszeit benötigt sie zum Vor- und Nachbereiten der Vorlesungsinhalte.

Arbeitsumgebung (Istzustand):

Die Professorin muss, um vom Parkplatz zum Arbeitsplatz (Hörsaal und Büro) zu gelangen, mehrere Türen passieren. In den Bereichen, die von den Studenten mitbenutzt werden, ist ein Großteil der Türen mit elektrischen Antrieben bzw. elektrischen Türöffnern und -schließern ausgestattet. Der vorhandene Sanitärraum ist zwar behinderungsgerecht gestaltet, die Sitzflächenhöhe der Toilette ist aber für die nur 1,60 m große Professorin zu hoch.

Arbeitsumgebung (Sollzustand):

Sämtliche Bereiche bzw. Türen im Gebäude, die von der Professorin passiert werden, müssen mit elektrischen Türöffnern und -schließern (Antriebsmotor, Bewegungsmelder und Steuerung) ausgerüstet werden.
Der Sanitärraum muss mit einem höhenverstellbaren WC ausgestattet werden. Da die Professorin nicht in der Lage ist sich selbst nach einem Toilettengang zu reinigen, muss das WC zusätzlich mit einer analen sowie genitalen Unterdusche und Warmlufttrocknung, z. B. einem Closomat, ausgestattet sein. Die Betätigung des Spül- und Duschvorgangs sowie der Höhenverstellung erfolgt dabei über eine Fußsteuerung.

Eingesetzte Hilfsmittel - Anzeigen der Produkte:


Förderung:

Die Toilette wurde zu 100% und die elektrischen Türanlagen zu 70 % vom Integrationsamt gefördert.
In REHADAT finden Sie auch die Adresse und Tel.-Nr. der Integrationsämter.



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  • EFL - Gehen /
  • EFL - Handkoordination (rechts/links) /
  • EFL - Handumwendebewegungen (rechts/links) /
  • EFL - Heben (Boden zur Taillenhöhe/Taillen- zur Kopfhöhe/horizontal) /
  • EFL - Schweregrad der Arbeit (Last/Herzfrequenz) /
  • EFL - Tragen (rechte, linke Hand/vorne) /
  • ERGOS - Dreipunktgriff /
  • ERGOS - Fingergeschicklichkeit /
  • ERGOS - Handgeschicklichkeit /
  • ERGOS - Handgreifkraft /
  • ERGOS - Laufen (Gehen) /
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  • ERGOS - Schlüsselgreifkraft /
  • ERGOS - Tragen /
  • ERGOS - aktuelle tägliche Dauerleistungsfähigkeit (Last/Herzfrequenz) /
  • ERGOS - statisches/dynamisches Heben /
  • IMBA - Arbeitszeit /
  • IMBA - Armbewegungen /
  • IMBA - Feinmotorik (Hand- und Fingergeschicklichkeit) /
  • IMBA - Gehen/Steigen /
  • IMBA - Hand-/Fingerbewegungen /
  • IMBA - Heben /
  • IMBA - Tragen /
  • IMBA - physische Ausdauer (Last/Herz-Lungensystem) /
  • MELBA - Feinmotorik


Referenznummer:

R/PB5118



Informationsstand: 17.07.2009