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Angaben zum Praxisbeispiel

Arbeitsgestaltung für einen Bauzeichner mit einer Armamputation in einem Architektur- und Ingenieurbüro

Arbeitgeber:

Der Arbeitgeber ist eine Architektur- und Ingenieurbüro.

Behinderung und Funktionseinschränkung des Mitarbeiters:

Der schwerbehinderte Mann hat infolge des Verlustes seines linken Unterarmes (Gliedmaßenverlust) einen GdB (Grad der Behinderung) von 60. Behinderungsbedingt ist der Greifraum, das Greifen, Halten und Tragen eingeschränkt.

Beruf:

Der Mann arbeitet als Bauzeichner beim Arbeitgeber.

Arbeitsplatz und Arbeitsaufgabe:

Der Bauzeichner arbeitet an einem Büroarbeitsplatz bzw. Bildschirmarbeitsplatz, der bereits mit einem ergonomischen Arbeitstisch und Bürostuhl ausgestattet war. Der ergonomische Arbeitstisch und Bürostuhl ermöglichen einen Wechsel der Arbeitshaltung (dynamisches Sitzen oder Stehen) und eine individuelle Anpassung an die Körpermaße des Mitarbeiters. An seinem Arbeitsplatz erstellt der Bauzeichner am PC mittels CAD Bauzeichnungen und -pläne nach Entwurfskizzen des Architekten und Bauingenieurs. Die Bedienung der CAD-Software erfolgt dabei mit der rechten Hand über eine kabellose Maus und eine Kleinfeldtastatur mit einer Einrastfunktion z. B. für die Shift-Taste zur Großschreibung. Die per CAD erstellten Zeichnungen und Pläne können standardmäßig über einen Drucker und Plotter ausgegeben werden, wobei der Bauzeichner anschließend eine Maschine zum Falten der Zeichnungen und Pläne nutzen kann. Für die mit der Tätigkeit anfallenden Büroarbeiten (z. B. das Lochen und Abheften von Dokumenten) wurden ein Beschwerlineal, ein elektrischen Hefter und ein elektrischen Locher zur einhändigen Nutzung angeschafft, damit der Bauzeichner auch diese Arbeiten selbständig erledigen kann.

Arbeitsumgebung:

Im Sanitärbereich kann der elektrische und durch Bewegung (Infrarotsensor) betätigte Seifenspender vom Bauzeichner in Verbindung mit der bereits vorher vorhandenen Einhandarmatur zum Waschen der rechten Hand nach dem Toilettengang benutzt werden. Das Trocknen der Hand erfolgt anschließend, nach dem Einschalten des elektrischen Handtrockners, mit Hilfe des Warmluftgebläses. Wobei das Einschalten des Handtrockners durch die Bewegung der Hand über einen Infrarotsensor erfolgt.

Eingesetzte Hilfsmittel - Anzeigen der Produkte:


Förderung und Mitwirkung:

Die behinderungsgerechte Gestaltung wurde vom Integrationsamt gefördert. Die Beratung erfolgte dabei durch den Ingenieur-Fachdienst für behinderungsgerechte Arbeitsgestaltung des Integrationsamtes - dem sog. Technischen Beratungsdienst.
In REHADAT finden Sie auch die Adressen und Tel.-Nummern der Integrationsämter.



Schlagworte und weitere Informationen

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  • Portal Gute Praxis / Arbeitsplatzgestaltung /
  • Portal Gute Praxis / Bewegungs- und Stützapparat /
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  • EFL - Handkoordination (rechts/links) /
  • EFL - Handumwendebewegungen (rechts/links) /
  • EFL - Schweregrad der Arbeit (Last/Herzfrequenz) /
  • EFL - Tragen (rechte, linke Hand/vorne) /
  • ERGOS - Dreipunktgriff /
  • ERGOS - Fingergeschicklichkeit /
  • ERGOS - Handgeschicklichkeit /
  • ERGOS - Handgreifkraft /
  • ERGOS - Reichen /
  • ERGOS - Schlüsselgreifkraft /
  • ERGOS - Tragen /
  • ERGOS - aktuelle tägliche Dauerleistungsfähigkeit (Last/Herzfrequenz) /
  • IMBA - Arbeitszeit /
  • IMBA - Armbewegungen /
  • IMBA - Feinmotorik (Hand- und Fingergeschicklichkeit) /
  • IMBA - Hand-/Fingerbewegungen /
  • IMBA - Tragen /
  • IMBA - physische Ausdauer (Last/Herz-Lungensystem) /
  • MELBA - Feinmotorik


Referenznummer:

R/PB5061



Informationsstand: 28.06.2013