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Angaben zum Praxisbeispiel

Arbeitsgestaltung für einen Arbeitsvorbereiter mit einer Armlähmung in einem Unternehmen aus der Baubranche

Arbeitgeber:

Das Unternehmen ist mit seinen 14 Mitarbeitern im Bereich des Hoch- und Tiefbaus tätig.

Behinderung und Funktionseinschränkung des Mitarbeiters:

Der linke Arm des Mannes ist nach einem privaten Unfall gelähmt. Der Greifraum, das Handhaben und Transportieren von Gegenständen ist behinderungsbedingt eingeschränkt. Der GdB (Grad der Behinderung) beträgt 80.

Beruf:

Der Mitarbeiter ist von Beruf Handwerksmeister bzw. Maurer-Meister.

Arbeitsplatz und Arbeitsaufgabe (Istzustand):

Der Mann arbeitet als Ansprechpartner für die Kunden sowie Behörden und als Arbeitsvorbereiter überwiegend in einem Büro an einem Bildschirmarbeitsplatz. Aufgrund seiner Behinderung kann er verschiedene Arbeiten nur wesentlich langsamer bzw. alleine nicht ausführen, z. B.:
- das Lochen sowie Heften von Dokumenten,
- die Ausführung von Schreibarbeiten (handschriftlich und am PC),
- das Anfertigen von Telefonnotizen beim Telefonieren,
- das Öffnen von Briefen und
- das Falten sowie Kuvertieren der Briefe in Briefumschläge.

Arbeitsplatz und Arbeitsaufgabe (Sollzustand):

Durch den Einsatz:
- eines elektrischen Lochers sowie Hefters,
- einer Anti-Rutsch-Unterlage,
- eines schweren Lineals mit Griff (Beschwerlineal),
- eines Freisprechtelefons,
- einer Kleinfeldtastatur mit einer Einrastfunktion z. B. für die Shift-Taste zur Großschreibung,
- eines Trackballs,
- eines elektrischen Brieföffners und
- einer Tisch-Falz-Kuvertiermaschine
kann der Ausfall der linken Hand ausgeglichen werden. Der Mitarbeiter kann somit Tätigkeiten, wie z. B. das Lochen, Heften, Falten und Kuvertieren ohne fremde Hilfe und Schreibarbeiten am PC schneller ausführen. Ein höhenverstellbarer Arbeitstisch ermöglicht zusätzlich eine Anpassung der Arbeitsflächenhöhe an die Körpermaße des Mitarbeiters. In Verbindung mit dem bereits vorhandenen ergonomischen Bürostuhl und der Anordnung der Hilfsmittel auf dem Arbeitstisch im eingeschränkten Greifraum kann so eine optimale Arbeitshaltung eingenommen werden.

Arbeitsumgebung:

Zum Waschen und Trocknen der rechten Hand kann der Mitarbeiter, z. B. nach dem Toilettengang, im Sanitärbereich den elektrischen und durch Bewegung (Infrarotsensor) einschaltbaren Seifenspender, in Verbindung mit der bereits vorher vorhandenen Einhandarmatur, benutzen. Das Trocknen der Hand erfolgt anschließend, nach dem Einschalten des elektrischen Handtrockners, mit Hilfe des Warmluftgebläses. Wobei das Einschalten des Handtrockners durch die Bewegung der Hand über einen Infrarotsensor erfolgt.

Eingesetzte Hilfsmittel - Anzeigen der Produkte:


Förderung und Mitwirkung:

Die behinderungsgerechte Gestaltung wurde zu 100 % vom Integrationsamt gefördert. Die Beratung erfolgte dabei durch den Ingenieur-Fachdienst für behinderungsgerechte Arbeitsgestaltung des Integrationsamtes - dem sog. Technischen Beratungsdienst.
In REHADAT finden Sie auch die Adressen und Tel.-Nummern der Integrationsämter.



Schlagworte und weitere Informationen

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  • EFL - Handkoordination (rechts/links) /
  • EFL - Handumwendebewegungen (rechts/links) /
  • EFL - Heben (Boden zur Taillenhöhe/Taillen- zur Kopfhöhe/horizontal) /
  • EFL - Schweregrad der Arbeit (Last/Herzfrequenz) /
  • EFL - Tragen (rechte, linke Hand/vorne) /
  • ERGOS - Dreipunktgriff /
  • ERGOS - Fingergeschicklichkeit /
  • ERGOS - Handgeschicklichkeit /
  • ERGOS - Handgreifkraft /
  • ERGOS - Reichen /
  • ERGOS - Schlüsselgreifkraft /
  • ERGOS - Tragen /
  • ERGOS - aktuelle tägliche Dauerleistungsfähigkeit (Last/Herzfrequenz) /
  • ERGOS - statisches/dynamisches Heben /
  • IMBA - Arbeitszeit /
  • IMBA - Armbewegungen /
  • IMBA - Feinmotorik (Hand- und Fingergeschicklichkeit) /
  • IMBA - Hand-/Fingerbewegungen /
  • IMBA - Heben /
  • IMBA - Tragen /
  • IMBA - physische Ausdauer (Last/Herz-Lungensystem) /
  • MELBA - Feinmotorik


Referenznummer:

R/PB5042



Informationsstand: 28.06.2013