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Angaben zum Praxisbeispiel

Arbeitsgestaltung für eine selbständige Augenärztin mit einer Beinamputation

Arbeitgeber:

Die Augenärztin ist selbstständig und arbeitet in ihrer eigenen Praxis.

Behinderung und Funktionseinschränkung:

Der Frau wurde das rechte Bein im Oberschenkelbereich amputiert. Sie trägt eine Prothese mit der sie gehfähig ist. Das Gehen längerer Wege und langes Stehen sind für sie trotzdem belastend und führten bereits zu Verschleißerscheinungen am gesunden Bein. Tätigkeiten sollten daher überwiegend in einer sitzenden Position ausgeführt werden. Der GdB (Grad der Behinderung) beträgt 80. Der Schwerbehindertenausweis enthält das Merkzeichen G.

Beruf:

Die Frau ist Augenärztin und arbeitet 60-80h in der Woche in ihrer Praxis.

Arbeitsplatz und Arbeitsaufgabe:

Die Augenärztin ist mit ihrer Praxis in neue Räumlichkeiten umgezogen. Die neue Praxis verfügt über einen üblichen Bereich mit einer Theke, wo eine Mitarbeiterin die Patienten empfängt, einen Warteraum für die Patienten und zwei Untersuchungs-/Behandlungsräume. Die Behandlungsräume liegen direkt nebeneinander und sind durch eine schallgedämmte elektromotorisch angetriebene und per Schalter oder durch ein leichtes Ziehen am Griff zu öffnende Schiebetür getrennt, um die Privatsphäre der Patienten zu wahren und um Platz beim Öffnen und Schließen zu sparen. Die Laufwege werden beim Wechsel der Behandlungsräume auf maximal 3 m reduziert, was die Ärztin sehr entlastet. In beiden Behandlungsräumen kann die Augenärztin an einer elektromotorisch höhenverstellbaren Untersuchungseinheit (besteht aus Schreibtisch, Gerätetisch und Untersuchungsgeräten) ihre Patienten auf einem außerdem zur Untersuchungseinheit gehörendem Stuhl untersuchen. Es musste nur eine Untersuchungseinheit neu angeschafft werden, da bereits eine behinderungsgerechte angepasste aus der alten Praxis vorhanden war. Während der Untersuchung sitzt die Augenärztin jeweils auf einem fahrbaren und höhenverstellbaren Sattelstuhl, dessen Sattelsitz bzw. Sitzkante nicht die Prothese beim Hinsetzen sowie Aufstehen aushebelt und auch weniger drückt beim Sitzen. Der Sattelstuhl ist wegen seines antibakteriellen und fleckabweisenden Bezuges besonders für den Praxis- sowie Laborbereich geeignet. Durch die komplette Einrichtung der beiden Behandlungsräume mit den für die Untersuchungen erforderlichen Hilfsmitteln entfällt auch das Hin- und Hertragen wie in der alten Praxis.

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Förderung und Mitwirkung:

Die Arbeitsgestaltung wurde vom Integrationsamt gefördert. Die Beratung erfolgte dabei durch den Ingenieur-Fachdienst für behinderungsgerechte Arbeitsgestaltung des Integrationsamtes - dem sog. Technischen Beratungsdienst.
In REHADAT finden Sie auch die Adressen und Tel.-Nr. der Integrationsämter.



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  • EFL - Gehen /
  • EFL - Heben (Boden zur Taillenhöhe/Taillen- zur Kopfhöhe/horizontal) /
  • EFL - Schweregrad der Arbeit (Last/Herzfrequenz) /
  • EFL - Sitzen (längeres/vorgeneigt/Rotation) /
  • EFL - Stehen (längeres/vorgeneigt/Rotation) /
  • EFL - Tragen (rechte, linke Hand/vorne) /
  • ERGOS - Bücken /
  • ERGOS - Laufen (Gehen) /
  • ERGOS - Sitzen /
  • ERGOS - Stehen /
  • ERGOS - Tragen /
  • ERGOS - aktuelle tägliche Dauerleistungsfähigkeit (Last/Herzfrequenz) /
  • ERGOS - statisches/dynamisches Heben /
  • IMBA - Führungsfähigkeit /
  • IMBA - Gehen/Steigen /
  • IMBA - Geneigt/Gebückt /
  • IMBA - Heben /
  • IMBA - Rumpfbewegungen (Bücken/Aufrichten) /
  • IMBA - Sitzen /
  • IMBA - Stehen /
  • IMBA - Tragen /
  • IMBA - physische Ausdauer (Last/Herz-Lungensystem) /
  • MELBA - Führungsfähigkeit


Referenznummer:

Pb/110813



Informationsstand: 16.08.2013