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Angaben zum Praxisbeispiel

Gestaltung eines Montagearbeitsplatzes für einen beinamputierten Mitarbeiter

Arbeitgeber:

Das Unternehmen entwickelt, produziert und vertreibt mit seinen 81 Mitarbeitern Plasmageräte zur Oberflächenbehandlung.

Behinderung und Funktionseinschränkung des Mitarbeiters:

Infolge eines lange zurückliegenden Unfalls wurde dem Mann das linke Bein im Oberschenkelbereich amputiert. Da das Tragen einer Prothese zur Zeit nicht möglich ist, ist er nur mit Hilfe zweier Unterarmgehstützen gehfähig. Der Mann sollte nicht für das Heben und Tragen von Lasten eingesetzt werden. Außerdem sollte er Tätigkeiten nur in einer sitzenden Position ausführen - dies führt aber zu einer Einschränkung des Greifraums. Der GdB (Grad der Behinderung) beträgt 70. Der Schwerbehindertenausweis enthält das Merkzeichen G.

Beruf:

Der Mann arbeitet auf Teilzeitbasis 30 Stunden in der Woche als Monteur beim Arbeitgeber.

Arbeitsplatz und Arbeitsaufgabe:

An seinem Arbeitsplatz in der Produktion montiert der Mann Netzteile in ausschließlich sitzender Position. Um eine optimale Arbeitshaltung einnehmen zu können, werden ergonomische Arbeitsmittel wie ein elektromotorisch höhenverstellbar Arbeitstisch und ein individuell anpassbarer Arbeitsstuhl mit Rollen eingesetzt. Da die benötigten Bauteile zur Montage nicht vom Regal geholt werden können, wurden die betreffenden Bauteile auf dem Arbeitstisch in Sichtlagerkästen bereitgestellt. Neben den Sichtlagerkästen wurden ebenfalls sämtliche Werkzeuge und Messgeräte im Greifraum am Arbeitstisch positioniert. Zu diesem Zweck wurden Halterungen bzw. Aufhängungen mit Federzügen für die benötigten Werkzeuge (z. B. Elektroschrauber) und ein Tischaufbau für die Messgeräte am Arbeitstisch installiert.
Beim Aufstehen und Hinsetzen bestand Sturzgefahr, da der Arbeitsstuhl wegrollen konnte. Der vorhandene Arbeitsstuhl wurde deshalb ersetzt durch einen Arbeitsstuhl mit bremsbaren Rollen (feststellbar per Handhebel) und Fußring.

Eingesetzte Hilfsmittel - Anzeigen der Produkte:


Förderung und Mitwirkung:

Die Arbeitsplatzgestaltung wurde vom Integrationsamt gefördert. Die Beratung erfolgte dabei durch den Ingenieur-Fachdienst für behinderungsgerechte Arbeitsgestaltung des Integrationsamtes - dem sog. Technischen Beratungsdienst.
In REHADAT finden Sie auch die Adressen und Tel.-Nr. der Integrationsämter.



Schlagworte und weitere Informationen

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  • EFL - Gehen /
  • EFL - Heben (Boden zur Taillenhöhe/Taillen- zur Kopfhöhe/horizontal) /
  • EFL - Schweregrad der Arbeit (Last/Herzfrequenz) /
  • EFL - Stehen (längeres/vorgeneigt/Rotation) /
  • EFL - Tragen (rechte, linke Hand/vorne) /
  • ERGOS - Bücken /
  • ERGOS - Laufen (Gehen) /
  • ERGOS - Reichen /
  • ERGOS - Stehen /
  • ERGOS - Tragen /
  • ERGOS - aktuelle tägliche Dauerleistungsfähigkeit (Last/Herzfrequenz) /
  • ERGOS - statisches/dynamisches Heben /
  • IMBA - Arbeitssicherheit /
  • IMBA - Armbewegungen /
  • IMBA - Gehen/Steigen /
  • IMBA - Geneigt/Gebückt /
  • IMBA - Heben /
  • IMBA - Rumpfbewegungen (Bücken/Aufrichten) /
  • IMBA - Stehen /
  • IMBA - Tragen /
  • IMBA - Unfallgefährdung /
  • IMBA - physische Ausdauer (Last/Herz-Lungensystem)


Referenznummer:

Pb/110779



Informationsstand: 09.01.2013